Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat am 20. Februar 2026 die Ausschreibung des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 veröffentlicht. Dieser internationale Ideenwettbewerb gehört zu den renommiertesten Wettbewerben für junge Planer*innen in den Bereichen Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung.  Ich möchte euch daher ausdrücklich ermutigen, eine Teilnahme in Betracht zu ziehen.

Der Lenné-Preis wird seit 1965 vom Land Berlin ausgelobt und richtet sich an Studierende sowie junge Fachkräfte bis 35 Jahre. Der Wettbewerb bietet eine hervorragende Gelegenheit, eigene Entwurfsideen zu aktuellen Fragen der nachhaltigen und klimaangepassten Stadt- und Landschaftsentwicklung zu entwickeln und diese einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Gleichzeitig stellt eine erfolgreiche Teilnahme eine sehr wertvolle Referenz für Ihren weiteren beruflichen Weg dar.

Der Wettbewerb umfasst in diesem Jahr drei Aufgabenstellungen, die unterschiedliche räumliche und planerische Herausforderungen adressieren:

Berlin – Freiraum im Klimawandel: Ideen für den Tilla-Durieux-Park
Der Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz ist eine wichtige öffentliche Grünfläche mit hoher Nutzungsintensität. Gesucht werden Entwürfe, die den ursprünglichen gestalterischen Impuls des Parks aufnehmen und ihn zugleich an die Anforderungen des Klimawandels anpassen. Ziel ist eine Weiterentwicklung des Parks zu einem klimaresilienten und vielseitig nutzbaren Stadtraum.

Freiburg im Breisgau – Öffentliche Räume im Wandel: Vision für den Freiburger Westen
Im Freiburger Westen treffen gewachsene Quartiere auf neue Stadtentwicklungsgebiete. Entwickelt werden soll ein Leitbild für eine Landschaft, die den Flussraum der Dreisam, historische Strukturen wie die „Gaskugel“ sowie ökologische Funktionen miteinander verbindet und zugleich hochwertige öffentliche Räume schafft. Strengt euch hier besonders an, ich wohne in der Gegend ;-) 

Prag – Güterbahnhof Žižkov: Transformator nachhaltiger Quartiersentwicklung
Der ehemalige Güterbahnhof Žižkov soll zu einem neuen Stadtquartier für rund 20.000 Menschen transformiert werden. Gesucht werden Konzepte, die historische Strukturen, neue Grünräume und nachhaltige Mobilität miteinander verbinden und einen klimaangepassten sowie sozial integrierenden Stadtraum schaffen.

Aus jeder der drei Aufgaben wird eine Arbeit mit 5.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Darüber hinaus kann die Jury für besonders überzeugende Beiträge Anerkennungen mit einer Gesamtdotation von bis zu 10.000 Euro vergeben. Für Arbeiten mit besonders qualitätsvoller Pflanzenverwendung wird zudem die Karl-Foerster-Anerkennung der Karl-Foerster-Stiftung ausgelobt.

Die Einreichungsfrist für den Wettbewerb endet am 26. Juni 2026 um 18 Uhr. Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2026 in Berlin statt. Die Arbeiten werden von einer hochkarätig besetzten Jury beurteilt, unter anderem mit der Landschaftsarchitektin Sofia Petersson sowie Preisträgern des Lenné-Preises 2024.

Also, bringt euch mit eigenen Ideen in diesem Wettbewerb ein! Wettbewerbe dieser Art bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich intensiv mit aktuellen Herausforderungen der Landschaftsarchitektur auseinanderzusetzen, eigene konzeptionelle Fähigkeiten zu entwickeln und sich in der Fachwelt sichtbar zu machen.

Die vollständigen Wettbewerbsunterlagen sind hier zu finden. 

https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/peter-joseph-lenne-preis/