Erstellt von Prof. Dr. Jens Lüdeke |

1. Platz und 5.000 Euro Preisgeld für die Neugestaltung des Tilla-Durieux-Parks – auch drei ehemalige BHT-Studierende ausgezeichnet

Ein herausragender Erfolg für den Studiengang Landschaftsarchitektur der Berliner Hochschule für Technik (BHT): Julius Schwarz gewinnt den renommierten Peter-Joseph-Lenné-Preis 2026 in der Kategorie Regional, Berlin. Für seinen Entwurf „Ein Ort, kein Denkmal“ zur klimaangepassten Neugestaltung des Tilla-Durieux-Parks am Potsdamer Platz erhält er den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis.

Der Peter-Joseph-Lenné-Preis zählt zu den international renommiertesten und höchstdotierten Nachwuchswettbewerben der Landschaftsarchitektur und genießt weit über Deutschland hinaus großes Ansehen. Die Auszeichnung gehört damit zu den bedeutendsten Erfolgen, die junge Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten bereits während ihres Studiums erreichen können.

Unter dem Titel „Freiraum im Klimawandel“ waren die Teilnehmenden aufgefordert, neue Perspektiven für den Tilla-Durieux-Park zu entwickeln. Insgesamt 59 Teilnehmende stellten sich dieser anspruchsvollen Aufgabe. Eine Fachjury aus Expertinnen und Experten der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung bewertete die eingereichten Entwürfe und zeichnete die überzeugendsten Arbeiten aus.

„Ein Ort, kein Denkmal“ – ein neuer Park für Berlin

Mit seinem Entwurf stellt Julius Schwarz die bisherige Gestaltung des Tilla-Durieux-Parks grundlegend infrage. Statt der ikonischen, aber hinsichtlich Aufenthaltsqualität, Nutzbarkeit und Klimaanpassung problematischen Rasenfigur entwickelt er einen lebendigen, vielfältig nutzbaren und klimaangepassten Stadtraum.

Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse: Neue Aufenthaltsbereiche, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und eine verbesserte Vernetzung mit den angrenzenden Freiräumen sollen den Park zu einem attraktiven Ort des städtischen Lebens machen.

Besonders überzeugte die Jury die konsequente Ausrichtung auf Teilhabe und urbane Nutzung. Die Verbindung des Tilla-Durieux-Parks mit dem Henriette-Herz-Park über den Potsdamer Platz hinweg stärkt den übergeordneten Freiraumverbund. Gleichzeitig wird Regenwasser, das in Kaskaden durch den Park geführt wird, zu einem zentralen Gestaltungselement und Bestandteil einer klimaangepassten Freiraumplanung.

Die Jury würdigte insbesondere den hohen gestalterischen Anspruch, die sorgfältige Durcharbeitung und den zukunftsgerichteten Umgang mit den Herausforderungen von Klimawandel und Stadtgesellschaft. Der Entwurf zeige beispielhaft, wie ein bislang stark formal geprägter Stadtraum zu einem lebendigen, klimaangepassten und sozial vielfältig nutzbaren Freiraum weiterentwickelt werden kann.

Der preisgekrönte Wettbewerbsplan „Ein Ort, kein Denkmal“ von Julius Schwarz steht hier zum Download zur Verfügung:

Auch Bachelorabschluss mit sehr gutem Ergebnis

Der Wettbewerbserfolg fällt mit einem weiteren wichtigen Meilenstein zusammen: Julius Schwarz hat auch soeben seine Bachelorarbeit im Studiengang Landschaftsarchitektur an der BHT bei Prof. Dr. Jens Lüdeke mit sehr gutem Ergebnis bestanden. Auch seine Abschlussarbeit beschäftigt sich mit der Umgestaltung des Potsdamer Platzes und der Frage, wie dieser zentrale Berliner Stadtraum angesichts des Klimawandels, veränderter Nutzungsansprüche und ökologischer Herausforderungen zukunftsfähig entwickelt werden kann.

Damit verbindet Julius Schwarz seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen der Stadt- und Freiraumplanung mit einem herausragenden landschaftsarchitektonischen Entwurf.

Weitere Auszeichnung für ehemalige BHT-Studierende

Besonders erfreulich: Auch die Lenné-Anerkennung 2026, dotiert mit 3.000 Euro, geht an drei ehemalige Studierende der BHT-Landschaftsarchitektur. Robin Tammer, Simeon von Russow und Floris Duquesnoy aus Berlin werden gemeinsam für ihre Wettbewerbsarbeit ausgezeichnet.

Feierlicher Ausklang in der Akademie dere Künste.

Den festlichen Rahmen des Wettbewerbs bildete die Preisverleihung mit anschließendem gemeinsamen Ausklang in der Akademie der Künste in Berlin. In besonderer Atmosphäre bot der Abend Gelegenheit, die ausgezeichneten Arbeiten zu würdigen, mit den Preisträgerinnen und Preisträgern ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Herausforderungen der Landschaftsarchitektur auszutauschen.

Für die BHT war es ein besonders erfreulicher Abend: Gleich vier Studierende beziehungsweise ehemalige Studierende des Studiengangs Landschaftsarchitektur gehörten zu den Ausgezeichneten.

Die Erfolge sind eine besondere Anerkennung für die hohe Qualität und Praxisnähe der landschaftsarchitektonischen Ausbildung an der Berliner Hochschule für Technik. Sie zeigen zugleich, wie wichtig innovative gestalterische Ansätze für die Zukunft urbaner Freiräume sind – insbesondere angesichts des Klimawandels und der wachsenden Anforderungen an lebenswerte Städte.

Wir gratulieren Julius Schwarz sowie Robin Tammer, Simeon von Russow und Floris Duquesnoy herzlich zu diesem großartigen Erfolg!

https://studiengang.bht-berlin.de/landschaftsarchitektur/aktuelles/grosser-erfolg-fuer-die-bht-landschaftsarchitektur